Implantologie

Mensch und Technik wachsen mehr und mehr zusammen. Technik wird organischer und intelligenter, sie kann sich selbst modifizieren, wie uns ein Blick auf das sog. Internet of Things oder neuronale Netzwerke verrät. Gleichzeitig beginnen wir, unsere Technik in uns selbst einzubauen. Wir fingen mit Herzschrittmachern, künstlichen Gelenken und Kontaktlinsen an und sind gerade dabei, die ersten Prothesen mit “Gefühlen” zu entwickeln. Auch die moderne Zahnmedizin bleibt am Puls der Zeit. So gehören Zahnimplantate inzwischen zum Alltag, wenn es um Zahnersatzbehandlungen geht.

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Bei dentalen Implantaten handelt es sich einerseits um künstliche Zähne, die in den Kiefer an zahnlosen Stellen eingebracht werden. Andererseits ist unbestritten, dass Zahn-Implantate uns gerade ein authentisches “Ich-habe-echte-Zähne-Gefühl” geben. Die Frage danach, ob das Implantat echt oder künstlich ist, wird dann schnell zweitrangig: Wenn sich die Zähne als meine anfühlen, dann sind es auch meine echten Zähne! Bei der professionellen Implantologie-Behandlung durch erfahrene Impantalogen in der Zahnklinik am Phoenixsee in Dortmund steht deshalb an erster Stelle, dass der Patient sowohl optisch als auch vom inneren Gefühl und Kaukomfort her kein Unterschied zwischen dem Implantat und den eigenen echten Zähnen feststellen kann.

Für das Gefühl der Echtheit sorgt der Umstand, dass Implantate durch lebendes Gewebe (Kieferknochen) aufgenommen werden und darin innerhalb von 3 Monaten einwachsen. Um dies zu ermöglichen, werden Implantate aus biokompatiblen Materialien (Reintitan oder Titan-Legierungen oder Keramik) hergestellt, so dass Allergien oder Abstoßreaktionen vermieden werden.

Implantate haben noch einen weiteren Vorteil gegenüber herkömmlichem Zahnersatz. So bleiben z.B. bei der Behandlung einer Einzelzahnlücke die Nachbarzähne unversehrt und müssen nicht, wie bei einer Brücke, abgeschliffen werden.

Dentale Implantate bestehen aus drei Teilen: dem im Knochen “verschraubten” Implantatkörper (der “Zahnwurzel”), dem Halsteil und der darauf befestigten Krone, Brücke oder Zahnprothese. Wenn für die stabile Verankerung des Implantats nicht genügend Kieferknochen vorhanden ist, kann man die fehlende Knochensubstanz durch einen biologischen Knochenaufbau erschaffen. Das eigentliche Einsetzen von Implantaten erfolgt völlig schmerzfrei im Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose, auf Wunsch auch in nur einer Sitzung (s.u. Sofortimplantation mittels SMILE-Technik). 

Moderne Implantate haben die therapeutischen Möglichkeiten der Zahnmedizin & Implantologie enorm erweitert und gestatten im Falle eines Verlusts prinzipiell den Ersatz eines jeden einzelnen Zahns. Um ein natürliches Gebiss wiederherzustellen, braucht man allerdings keine 32 Implantate. Es ist durch verschiedene Kombinationen einer deutlich geringeren Anzahl von Implantaten (1, 2, 4, 6 oder 8) möglich, einzelne Funktionen oder sogar das vollständige Gebiss voll funktionsfähig zu rekonstruieren. Wie viele Implantate notwendig sind und welche Art der Behandlung am sinnvollsten ist, hängt von der Gebisssituation ab und wird im Zuge der individuellen Impalntologie-Beratung in der Zahnklink am Phönixsee festgelegt.

Nachfolgend einige Anwendungsbeispiele:

  1. 1 Implantat: Sofortimplantation mittels SMILE-Technik

    Beim herkömmlichen Implantationsvorgang wird zunächst der Zahn gezogen und gewartet, bis die betroffene Stelle vollständig ausgeheilt ist. Erst später erfolgt die eigentliche Implantation und dann nach einiger Zeit das Aufbringen des Zahnersatzes.

    In manchen Fällen, insbesondere im Frontzahnbereich, wo sich die sichtbaren Zähne befinden, muss im Interesse des Patienten aus ästhetischen Gründen eine schnellere Lösung her: Sofortimplantation oder Sofortversorgung.

    Sofortimplantation bedeutet die Entfernung des Zahns und das Einbringen des Implantats in einer Sitzung (diese dauert ca. 5-6 Stunden, je nach Patientenwunsch auch im Dämmerschlaf). In der Zahnklinik am Phönixsee wird die Sofortimplantation mittels SMILE-Technik (Simplified Microsurgical Implant Lifelike Esthetics) praktiziert. Das Entfernen eines Zahns geschieht minimalinvasiv unter dem Mikroskop, was Knochenverlust verhindert. Die künstliche Zahnwurzel (Sofortimplantat) wird unmittelbar nach der Extraktion in den Kieferknochen eingesetzt. Anschließend wird eine provisorische Krone aufgesetzt, die später gegen eine dauerhafte ersetzt wird, um die Ästhetik des Lächelns vollständig wiederherzustellen.

  2. 2 Implantate

    Größere Zahnlücke, Freiendsituation oder Restbezahnung bei Verlust von mehr als 2 Zähnen   Feste Brücke: 2 Implantate dienen als Brückenpfeiler, um mehr als 2 fehlenden Zähne einer Lücke zu ersetzen.

  3. 4 Implantate

    Zahnloser Kiefer  Festsitzender Zahnersatz auf 4 Implantaten nach der  All-on-4-Methode: Im zahnlosen Kiefer kann Knochensubstanz in der Frontregion genutzt werden, so dass auf lediglich 4 Implantaten (2 davon hinten schräg eingebracht) ein festsitzender Zahnersatz ermöglicht werden kann.

    Zahnloser Kiefer  Festsitzender Zahnersatz auf 4 Implantaten nach der Fast-and-fixed-Methode: Eine feste Brücke, basierend auf 2 in der Kieferfront und 2 im Seitenzahnbereich eingebrachten Implantaten.

    Zahnloser Kiefer → festsitzende aber abnehmbare Prothese auf 4 Implantaten durch eine Steg-Riegel-Konstruktion.

  4. 6 Implantate

    Völlige Zahnlosigkeit Totalersatz: auf insgesamt 6 Implantaten lassen sich sowohl im Ober- wie auch im Unterkiefer feste oder abnehmbare Brücken als komplette Kieferrestauration mit einer hervorragenden Ästhetik herstellen.

  5. 8 und mehr Implantate

    Völlige Zahnlosigkeit Totalersatz: Für einen festsitzenden, auf Implantaten fixierten Zahnersatz sind in der Regel mindestens 8 Implantate im Oberkiefer notwendig.

Strategische Pfeilervermehrung mit wenigen Implantaten:

Es müssen nicht immer 10 Implantate pro Kiefer sein, um bei einer Restbezahnung von 2 oder 3 Zähnen einen gaumenfreien, brückenähnlichen Zahnersatz herzustellen. Durch eine so genannte Pfeilervermehrung mit Hilfe von Implantaten, die an strategischen Positionen im Kiefer gesetzt werden, können komfortable teleskopierende Brücken auf 2 -3 Zähnen und 2-3 Implantaten kostengünstig, nachhaltig und ästhetisch geschaffen werden.

Sie benötigen ein Zahnimplantat, möchten mehr Infos zu den Möglichkeiten des Zahnersatzes – unsere Zahnärzte und Implantalogen in Dortmund in der Zahnklinik am Phoenixsee werden Sie gern beraten.